Und das Beratungsgespräch mit dem Typ im Kreiswehrersatzamt gehört ja automatisch mit zu deiner Musterung dazu, das ist halt eine der Stationen die du dort durchläufst... Bei mir ging das in 2 Minuten:
"Können sie sich Zeitsoldat vorstellen?"
"Nein aber FWDL 23"
"Ich schaue mal,...ja da hätten wir in Dornstadt Verwendung für sie"
"Alles klar"
...dann noch unterschreiben das man freiwillig verlängert und fertig...
Aha, wenn ich dass so lese, könnte man glatt meinen du hast das von einen Kumpel gehört dessen Kumpel es ihm erzählt hat, der es sich von seinem Kumpel hat sagen lassen. Wenn du dass schon so lockerflockig niederschreibst, dann solltest du doch zumindestens den "richtigen" Ablauf niederschreiben, denn SO war er sicherlich nicht.
1.) Anreise
2.) Papiere werden kontrolliert (ist zu lange her, aber denke das wird als erstes gemacht)
3.) Nach der Einweisung darf man sich umziehen (Sportklamotten)
4.) Urinprobe abgeben
5.) Ärztliche Untersuchung mit allen wichtigen Dingen
5.1.) Sofern Mängel, werden diese angegeben und schon erste Tätigkeitsfelder ausgeschlossen betreff späterer Verwendung
5.2.) Sofern Untauglich, heim.
weiß jetzt nicht, aber bin der Meinung, jetzt kam der PC Test ran
6.) PC Test um herauszufinden, wo deine Stärken und deine Schwächen liegen um dich OPTIMAL einplanen zu können. Sprich bist du zu blöd zum rechnen werden die dich sicherlich nicht zu den Richtschützen an irgendeiner schweren Waffe einplanen.
7.) Weitere "Einschränkung und Reduzierung" der Möglichkeiten. Siehe Punkt 6
8.) Persönliches Gespräch mit dem Wehrdienstberater auf Bezug der Ergebnisse mit Wunschäußerung und sonstigem.
und hier kommt jetzt dein super Dialog. Sollte der Wunsch auf FWDL bestehen, so folgt ein weiteres Gespräch mit einem Pyschologen. Warum? Weil ein FWDL nicht mehr den "Grundwehrdienst ("Pflichtdienst", den manche wider ihren Willen leisten, also "gezwungen" sozusagen) allein leistet, sondern diesen F - Freiwillig verlängert um bis zu 14 Monate. Und in dieser Zeit kann die Möglichkeit bestehen, dass man mit seiner Einheit an einen Auslandseinsatz teilnimmt. Und da will die Bundeswehr natürlich sicher gehen (ähnlich wie bei den SAZ (Soldaten auf Zeit) die sich eh alle FREIWILLIG melden), dass der zukünftige Soldat keinen pyscholigischen Schaden hat und andere Soldaten gefährden könnte. Pyscho-Gespräch eben.
Also wird dein Dialog mit "ALLES KLAR" sicherlich nicht so gewesen sein. Also bitte erzähl nicht solchen "Schmarrn". (Unsinn).
Der Rest sollte hier ja schon geklärt sein, was die Schritte betrifft.
Sehe es übrigens wie TOPGUN. Du bist 16 Jahre alt. Mit 17, das stimmt natürlich, kannst du schon deinen Militärdienst leisten aber es wäre eben optimaler wenn du vorher eine ZIVILE Ausbildung machen würdest
Es hat etliche Vorteile.
a) du kommst nicht mit 17 Jahren zur Bundeswehr, gesetzlich sind deine Eltern nicht mehr für dich zuständig, kannst selbst entscheiden.
b) du lernst ersteinmal einen Beruf und bist somit gleich evtl. (wenn der Beruf für die Bundeswehr relevant ist) weitaus interessanter für die BW.
c) du bekommst Arbeitserfahrung, praxis. Wie ist dein bisheriges Leben gewesen? Morgens aufstehen, Frühstücken, zur Schule fahren, den halben Tag aufn Arsch sitzen, lernen, heim, TV und Freunde. Weiß nicht ob du nebenbei schon gearbeitest hast in den Ferien oder so.
Wenn du 3 Jahre einen Beruf erlernst, lernst du zu ARBEITEN, denn glaube mir, die Bundeswehr ist nicht easy cheesy morgens 8 Uhr aufstehen, sitzen und gegen 15 Uhr Feierabend. Und wenn du sowas vorher noch nicht wirklich gemacht hast, bzw. dem "ausgesetzt" warst, kann es passieren dass du damit nicht richtig klar kommst. Eine Ausbildung bringt dich ins Berufsleben, in die PRAXIS.
d) du bist dann mindestes 20 Jahre alt. Nicht mehr son "kleiner Pimpf" sondern "erwachsen".
e) wenn du was, wie TopGun eben auch schreibt, verwehrtbares gelernt hast, hast du weit aus bessere Chancen, übernommen zu werden, (das andere System was du anstrebst ginge natürlich auch) aber so hättest du gleich aktive Vorgesetzte, die du ansprechen kannst, da du dich auch aus der Truppe herraus bewerbe kannst, verlängern kannst. Und das geht weitaus besser bei einen "aktiven" Soldaten als bei jemanden, der vor 3 Jahren gedient hat.
Oder eben, was TopGun auch erwähnt, eine Stelle (abhängig vom Schulabschluss) als SAZ Fachunteroffizier 9 Jahre (sind das glaube ich) inkl. einer Berufsausbildung die ersten 3 Jahre und anschließend 6 weitere Jahre im erlernten Beruf, und alles bei der BW.