Ermittlungsverfahren gegen Präzisionsschützen?

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    • Ermittlungsverfahren gegen Präzisionsschützen?

      Hallo,

      ich habe folgende Frage:
      Stimmt es, dass ein Präzisionsschütze für die durch ihn in Afghanistan verwundeten oder gefallenen Gegner mittels eines Verfahrens zur Rechenschaft gezogen werden kann und dass im Rahmen solcher Untersuchungen anhand der Projektile der jenige Präzisionsschütze ermittelt werden kann, aus dessen Waffe sie stammten? Ich kann mir eine solche Herangehensweise nur schwer vorstellen und zweifle an dieser Erzählung.
      Weiter hiess es, dass die Anzeigen in der Regel wieder fallen gelassen werden.
    • Jede Schussabgabe ist ein BV (Besonderes Vorkommnis), das untersucht wird.
      Sind Menschen dabei zu Schaden gekommen, ermittelt in der Regel auch die Staatsanwaltschaft (neuerdings zentral die in Kempten).
      Dabei wird auch die jeweilige Gefährdungslage, der Einsatzauftrag und die "Rules of Engagement" geprüft.
      Bitte habt Verständnis dafür, dass ich Fragen zur Bundeswehr per PN, IM oder Email nicht mehr beantworte.
      Dafür gibt es dieses Forum.
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    • Es kommt auch darauf an in welchem zusammenhang der Schuss abgegeben wurde.
      Bei offenen Kampfhandlungen wird in der Regel nicht ermittelt wenn vorher das Ziel sich mit dem Auftrag deckt.

      Wenn nun zB bei einer Demonstration,einer Kontrolle von Zivilisten oder dergleichen ein Schuss sich löst dann wird auch ermittelt.

      Zu deiner Frage wegen des Vorgehens,ja natürlich ist es möglich anhand des Projektiels den Schützen zu identifizieren.
      Jede Schusswaffe hat ihren eigenen Lauf und Bolzen,ähnlich eines Fingerabdruckes.Das bedeutet das anhand der Hülse under Patrone das gewehr identifiziert werden kann und da jeder sein eigenes Gewehr zugewiesen hat kann man dadurch auch den Schützen identifizieren.

      Ob gegen den Schütze nun weiter ermittelt wird oder nicht hängt wie Che schon sagte von diversen Faktoren ab.
      Wenn der Schütze sich an die RoE und an alles gehalten hat dann wird auch die Ermittlung eingestellt.

      [edit]Ich muss ja ehrlich sagen,dadurch das sich das Auftragsbild gewandelt hat und auch weiter wandelt in Richtung Einsatzarmee wäre es langsam an der Zeit sich Gedanken zu machen ob vieleicht eine eigen Gerichtsbarkeit in der Bundeswehr nicht sinnvoll wäre.Andere Länder haben für ihr Militär auch sepperate Gerichte und Ermittlungsstellen.Den Nachteil den ich sehe ist,das die Zivilen Ermittler sich mit der Materie "Militär" nicht wirklich auskennen und auch mit solchen Dingen wie den RoE nicht wirklich vertraut sind und sich erst aneignen müssen.Meine Meinung....[/edit]
      "Ich möchte nur wissen, wie es dem Burschen gelungen ist, als Embryo wieder aus dem Mülleimer rauszukommen."----Hawkeye
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