mit abgeschlossenem Studium (B.A.) Feldwebellaufbahn im Truppendienst?!

    • mit abgeschlossenem Studium (B.A.) Feldwebellaufbahn im Truppendienst?!

      Hallo,

      hätte da 'ne Frage:

      Ich bin 25 und habe einen Bachelor of Arts in der Tasche.
      Ist es möglich, dass ich eine Laufbahn als Feldwebel im Truppendienst bspw. bei der Jägertruppe absolviere?
      Mir ist bewusst, dass ich mich für 12 Jahre verpflichten müsste.
      Will nicht in dem Fachbereich arbeiten, den ich studiert habe.

      Danke im Voraus für Antworten

      beste Grüße

      Hagbard
    • Moin,

      grundsätzlich ist das bei entsprechender körperlicher u. psychischer Eignung bestimmt möglich, sofern Sie nicht als "überqualifiziert" gelten.
      Die Frage würde ich zumindest als Prüfoffizier stellen:

      "Warum bewerben Sie sich in der Feldwebellaufbahn und nicht in der Laufbahn der Offiziere?"

      Auf solche Fragen sollten Sie vorbereitet sein.
    • Moin,

      danke für die schnelle Antwort!

      Auf die Frage "Warum bewerben Sie sich in der Feldwebellaufbahn und nicht in der Laufbahn der Offiziere?" würde ich spontan antworten, dass ich das im Grunde schon immer wollte, aber mich wegen meiner Eltern damals umentschieden habe.
      Ob ich überqualifiziert wäre ... kann man das in dem Job überhaupt sein? Um so sicherer könnten sich doch meine Männer dann unter meinem Kommando fühlen, oder nich?

      Könnte ich das denn selbst entscheiden oder würde das über meinen Kopf hinweg entschieden?
      Offizierslaufbahn käme außerdem nicht in Frage, weil ich im Feld sein möchte und nicht im Büro.

      Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hagbard () aus folgendem Grund: Ergänzung

    • Und nur so zur Info: Ich bin auf dem Land in 'ner Handwerker Familie
      groß geworden. Seit ich denken kann musste ich meinem Vater anpacken.
      Bin also kein verwöhnter Städter, sondern körperlich durchaus fit und
      belastbar. Was meine kognitiven Fähigkeiten anbelangt, denke ich,
      spricht mein abgeschlossenes Studium für sich. Denke einfach, dass ich
      gut in dem Job wäre.
      Und wenn nun einer daher kommen und sagen
      würde, ich sei überqualifiziert und solle lieber 'ne Offizierslaufbahn
      einschlagen, würd ich sagen: Ne, dann doch keine Bundeswehr. :)

      Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hagbard ()

    • So mancher Offizier hat ein Büro, um die administrativen Dinge zu erledigen, das ist als Feldwebel genauso. Offiziere, gerade die Infanterieoffiziere hocken nicht den ganzen Tag im Büro, die sind auch im Felde.

      Wobei ich mich schon frag, warum studiert man in einem Bereich, dem man hinterher gar nicht machen will?
    • TopGun schrieb:


      So mancher Offizier hat ein Büro, um die administrativen Dinge zu erledigen, das ist als Feldwebel genauso. Offiziere, gerade die Infanterieoffiziere hocken nicht den ganzen Tag im Büro, die sind auch im Felde.

      Wobei ich mich schon frag, warum studiert man in einem Bereich, dem man hinterher gar nicht machen will?
      Das is mir schon klar, hab das etwas überspitzt formuliert. Denke es is aber klar, was ich meine.

      Das ich generell nicht in dem Bereich arbeiten will hab ich nicht gesagt. Das könnte ich selbst nach 12 Jahren Bund noch machen.

      Grüße
    • @TopGun...ja das frag ich mich auch des öfteren im Sinne von Berufsausbildungen..
      die Antwort ist immer die gleiche : damit man wenigstens etwas in der Tasche hat. Viele studieren,oder machen eine Lehre die sie eigentlich nie wollten,damit sie nicht "nackt" dastehen. So sind zumindestens meine Erfahrungen..was das bringt? Naja ich weiß ja nicht :D

      Ich würde mich eigentlich auch nie von meinen Eltern beruflich beeinflussen lassen,aber das ist ja "Jedem das Seine"

      Ich würde dir auch raten ,die offizierslaufbahn einzuschlagen..aber wissen musst du es.
      It's not the fall who got ya. It's the sudden stop at the bottom"
    • TopGun schrieb:

      So mancher Offizier hat ein Büro, um die administrativen Dinge zu erledigen, das ist als Feldwebel genauso. Offiziere, gerade die Infanterieoffiziere hocken nicht den ganzen Tag im Büro, die sind auch im Felde.

      Wobei ich mich schon frag, warum studiert man in einem Bereich, dem man hinterher gar nicht machen will?

      Post schrieb:

      Großes Problem ist dabei, dass man nach den 12 Jahren keine oder veraltete Berufserfahrung hat. 12 Jahre sind eine lange Zeit, da ändert sich viel.
      Das sollte man wissen, bevor man eine Laufbahn im Truppendienst einschlägt.
      Ok, da hast Du Recht. Da wird sich tatsächlich viel ändern, aber ich habe im kreativen Bereich studiert und da werden sich so grundsätzliche Dinge nicht ändern.
      Bin ja auch noch am überlegen, ob ich das machen soll. Meine Frage war halt, ob es überhaupt möglich ist, dass ich eine Feldwebellaufbahn einschlagen kann "trotz" Studium. Wie gesagt, wollte das eigentlich sowieso schon immer.

      Grüße
    • Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, wäre es durchaus sinnvoll, sich für die Offizierslaufbahn zu bewerben und dort ein vielleicht besser passendes Studium zu Ende zu führen.

      Das mit Offizier = Bürotätigkeit hat sich ja schon geklärt. Es gibt auch genügend Feldwebeldienstposten, die mehr im Büro als im Gelände zu finden sind.
      Bitte habt Verständnis dafür, dass ich Fragen zur Bundeswehr per PN, IM oder Email nicht mehr beantworte.
      Dafür gibt es dieses Forum.
      Freundschaftsanfragen werden positiv beantwortet nach persönlichem Kennenlernen
    • Was ist denn so schlimm an der Offizierslaufbahn?
      Du bist dafür ja wahrscheinlich qualifiziert und ich wüsste keinen Grund, warum man das nicht nutzen sollte...
      Noch dazu verdient man mehr, soweit ich weiß... wäre doch schade, wenn das ungenutzt bliebe....
      Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.
    • Kann schon verstehen, dass das unlogisch erscheint.
      Ich denke einfach, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen und Kenntnisse etc., sehr gut für den Job als Feldwebel im Truppendienst geeignet wäre.
      Sind die persönlichen Motive denn so wichtig? Ich meine, wenn man in den Testverfahren feststellen würde, dass ich tatsächlich für den Feldwebel Job geeignet wäre, was spricht dann dagegen?
      Dass ich als Offizier mehr verdienen würde is mir klar. Bin was das angeht nich so anspruchsvoll.

      Grüße
    • Oh ja! Die persönlichen Motive sind sogar sehr wichtig! Mein Psychologengespräch handelte sich fast ausschließlich darum. Sie wollen sehen, ob man zur Bundeswehr passt. Und das nicht nur vom Wissen und der körperlichen Fitness her.

      Du solltest dir gaaanz genau Gedanken machen, warum du unbedingt Feldwebel werden willst und NICHT Offizier. Denn sie werden es genauestens hinterfragen. Und da reicht es nicht, wenn man sagt: "Ich wollte das schon immer"
      Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.
    • Ich hatte in etwa das selbe "Problem".
      Mein Prüf-Offizier riet mir im Psychologischen Gespräch aufgrund meines Fachabiturs die Offizierslaufbahn einzuschlagen.
      Darauf sagte ich ich möchte mich erst als Feldwebel beweisen und anschließend herausfinden
      ob ich mir mehr Verantwortung zutraue, wenn das der Fall ist würde ich mich durchaus für die Position des Offiziers bewerben.
      Der prüfende Offzier sagte zu mir das das ein "weiser" Entschluss sei.

      Man muss jedoch aufpassen wie man sich formuliert.
      Man darf kein Anzeichen an Unsicherheit ausstrahlen.

      Mit freundlichem Gruß :D