Zahnarztstudium und späterer Alltag

    • Zahnarztstudium und späterer Alltag

      Hallo alle zusammen,

      ich habe diese Seite gefunden und mir auch schon einige Threads durchgelesen und finde das hier alles sehr informativ.
      Es ist schon schön mal Leute fragen zu können, die da Erfahrungen haben :D

      Ich überlege, jetzt schon seit ca. 1 1/2 Jahren sporadisch, mich für ein Studium über die Bundeswehr, mit damit verbundener Offiziersausbildung, bei der BW zu bewerben.

      Das ganze wäre im Studiengang Zahnmedizin.
      Ich will gar nicht verheelen, dass meine Motivation für die BW auch daher rührt, dass ich hier, trotz eines Abischnitts von 1,7, Zahnmedizin studieren kann.
      Und das Gehalt spielt eine Rolle, auch wahr.
      Mir ist allerdings schon bewusst, dass man sich damit auch für 16-17 Jahre verpflichtet (dass hat bei mir früher noch Zweifel heraufbeschworen, jetzt sehe ich das positiv -> gesicherter Arbeitsplatz ;) )

      Allerdings habe ich halt doch noch ein paar Fragen.
      (angenommen ich entscheide mich dafür und werde auch angenommen)

      1. Die Zahnmedizinstudenten können ihre Uni frei wälen bzw haben 3 Wünsche?

      2. Schon vorher muss ein Dienst bzw eine Ausbildung bei der BW abgelegt werden, wie lang ist diese?
      -> muss sie immer schon vor dem Studium absolviert werden?

      3. Kann man sich aussuchen ob man ins Heer, die Luftwaffe oder zur Marine geht, oder wird das von anderen entschieden?

      4. Man zieht oft um. Wie oft im Schnitt?
      -> An sich hätte ich damit kein Problem (so die ersten 10 Jahre), aber wenn man Familie gründen möchte, wäre es ja schon praktisch nicht alle 2 Jahre
      umziehen zu müssen

      5. Ich bleib gleich beim Thema Familie
      -> 3 Jahre Mutterschaftsurlaub, werden die hinten ran gehangen an die 17 Jahre?
      Hat hier jemand Erfahrungen mit BW und Familie unter einen Hut zu kriegen?

      6. Und dann meine vorerst letzte Frage:
      Wenn ich nun also Zahnarzt und gleichzeitig Offizier bin, wie kann ich mir das bei einem Auslandseinsatz vorstellen?
      Bin ich dann als Offizier im Einsatz oder als Zahnarzt, für die vor Ort stationierten Soldaten, halt als dieser zuständig?


      Bin dankbar für eure Antworten und entschuldige mich, wenn ich hier schon in anderen Threads beantwortete Fragen stelle :)

      Grüße elma
    • elma schrieb:

      1. Die Zahnmedizinstudenten können ihre Uni frei wälen bzw haben 3 Wünsche?
      Die Studienplätze an den Universitäten sind kontingentiert, so dass bereits da die Flexibilität eines Soldaten erforderlich ist. Es erfolgt eher die Zuweisung eines Studienorts, in der Regel wird zuvor aber darüber gesprochen.

      elma schrieb:

      2. Schon vorher muss ein Dienst bzw eine Ausbildung bei der BW abgelegt werden, wie lang ist diese?
      -> muss sie immer schon vor dem Studium absolviert werden?
      Ein Soldat ist ein Soldat ist ein Soldat. Bevor es ins Studium geht, erfolgt eine militärische Grundausbildung - ohne geht gar nichts. Auf der mil.karriere-Seite der Bundeswehr finden sich entsprechende Übersichten.

      elma schrieb:

      3. Kann man sich aussuchen ob man ins Heer, die Luftwaffe oder zur Marine geht, oder wird das von anderen entschieden?
      Ärzte gehen ganz einfach in den Zentralen Sanitätsdienst. Ob sie dort HUT, LUT oder MUT sind, wird nach den erforderlichen Kapazitäten zugewiesen (aber auch darüber wird im ACFüKrBw in Köln gesprochen)

      elma schrieb:

      4. Man zieht oft um. Wie oft im Schnitt?
      -> An sich hätte ich damit kein Problem (so die ersten 10 Jahre), aber wenn man Familie gründen möchte, wäre es ja schon praktisch nicht alle 2 Jahre
      umziehen zu müssen
      Auch das hängt von den dienstlichen Erfordernissen ab. Wer Karriere machen will, sollte sich auf häufigere DP-Wechsel einstellen. SanOffz können eher an einem Standort verbleiben als TrpOffz...

      elma schrieb:

      5. Ich bleib gleich beim Thema Familie
      -> 3 Jahre Mutterschaftsurlaub, werden die hinten ran gehangen an die 17 Jahre?
      Hat hier jemand Erfahrungen mit BW und Familie unter einen Hut zu kriegen?
      Elternzeit und Bw ist möglich, üblicherweise werden diese Freistellungen drangehängt

      elma schrieb:

      6. Und dann meine vorerst letzte Frage:
      Wenn ich nun also Zahnarzt und gleichzeitig Offizier bin, wie kann ich mir das bei einem Auslandseinsatz vorstellen?
      Bin ich dann als Offizier im Einsatz oder als Zahnarzt, für die vor Ort stationierten Soldaten, halt als dieser zuständig?
      Ein SanOffz ist ein SanOffz und sollte auch bei seinen Leisten bleiben. Eine Zahnärztin wird in ihrer Feldlager-Zahnstation genug zu tun haben und lässt besser die Finger von irgendwelchen anderen Einsätzen im Ausland
      Bitte habt Verständnis dafür, dass ich Fragen zur Bundeswehr per PN, IM oder Email nicht mehr beantworte.
      Dafür gibt es dieses Forum.
      Freundschaftsanfragen werden positiv beantwortet nach persönlichem Kennenlernen
    • Familie und bundeswehr unter einen hut zu bringen ist machbar...
      Aber wieso sollte jemand 3 jahre elternzeit nehmen?
      Sorry aber ich bin derzeit in elternzeit und habe eine 8 monate alte tochter...
      Ich musste 2 jahre elternzeit nehmen wegen meinem Mann (der kann keine nehmen) und ich bekomme Von den 67% die dir Von deinem gehalt zu stehen nochmal davon nur die haelfte... Also 33,5% und du kommst alleine mit diesem geld niemals aus...
      Das 3te Jahr wird dir gar nicht mehr gezahlt.. Also hast du kein geld...

      Und cherusker die zeit wird nicht zwingenderweise angehaengt die man in elternzeit ist/war...
      Wenn du eine ZAW machst, dann musst du nach dienen, Wenn nicht dann nicht... So hatte es Mir die Gleistellungsbeauftragte gesagt.

      Naja Wenn dazu irgendwelche fragen Sind, dann kannst Mir ja ne pm schreiben :3 lol
    • @Hexe1990
      Ich denke, ein Studium an einer zivilen Universität (bei voller Gehaltszahlung) dürfte mindestens mit einer ZAW vergleichbar sein.
      Ansonsten magst Du Recht haben :thumbup:
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