Einstellung Bundeswehr.. Führungszeugnis.. Vorstrafen bzw. Anzeige..

    • Einstellung Bundeswehr.. Führungszeugnis.. Vorstrafen bzw. Anzeige..

      Hallo Community,

      Zu mir, heiße Dennis bin 20 und komme aus Hessen..

      Habe mich fest entschlossen zur Bundeswehr zu gehen, war auch schon beim Berater und hab mit ihm sogut wie alles Besprochen, nun will ich mich jetzt Bewerben, habe aber folgendes PROBLEM, was echt Pech hoch zehn ist.. ich erläuter kurz mein Zeugnis

      Mit 15 Scootertuning - 20Sozis denke fallen gelassen worden dennoch vermerkt. Mit 17 Luftdruckgewehr im Auto eines Freundes mitgeführt.. Habe erst nach 2 Jahren einen Brief bekommen dass ich mit einer Verwarnung davon gekommen bin.

      Und jetzt die Pechsträhne vor meinem Karrierestart :/

      Bin heute Nacht vor 2 Stunden gefilzt worden.. (stand : 07.03.15) In meinem Auto fand man 1 MDMA Pille, die ich jedoch nicht bei mir hatte sondern im Sonnenbrillenfach, hatte abgestritten dass sie nicht mir sei und ich nicht wusste woher sie kommt. Was ich sehr wahrscheinlich über den Anwalt abstreiten kann, da ich bisher keinen BtmG Eintrag habe! Und die Urinprobe NEGATIV war! Das 2te Unglück: Im Handschuhfach fand man einen Teleskopschläger genannt auch Totschläger Verstoß gg WaffG..

      Füge noch hinzu, dass ich gelernter Metallbauer bin mit Realschulabschluss durch duales System.. Und will mich als Feldwebel im Allgemeinen Truppendienst für 12 Jahre verpflichten lassen!

      Meine Frage an euch:

      Wie könnte die ganze sache für mich verlaufen, werde abstreiten dass die Pille mir ist, aber eben der Besitz ist auch strafbar .. ich aber davon nichts wusste und noch keinen Btmg eintrage habe und Urin Probe negativ war wie erwähnt.. Und zum Schlagstock da ich beim letzten WaffG Bruch eine Mahnung bekommen habe..

      Wie wirkt sich dass auf mein Führungszeugnis fürn Bund aus und welches brauchen sie genau, gibt ja verschiedene..

      Die Bewerbung soll allerdings noch diesen Monat erfolgen, aber das Verfahren wird ja erst jetzt bearbeitet..

      Ich hoffe ihr könnt mir nützliche Informationen ggf. auch Abläufe nennen, die mir die Ängste etwas nehmen bzw. mildern

      Es geht um meine Zukunft :/

      mfg. Dennis
    • Da werden die Kameraden Rechtsberater wahrscheinlich ein großes "STOP"-Schild hinstellen und die Bewerbung so lange zurückstellen lassen, bis das Verfahren abgeschlossen ist. Grundsatz: So lange gegen einen Soldaten ermittelt wird, darf er nicht gefördert (und befördert) werden. Förderung erfolgt durch Lehrgänge. Grundausbildung ist Lehrgang.

      Auch die Kameraden Psychologen werden interessierte Fragen stellen und die charakterliche Eignung genau prüfen.

      Die Chancen stehen im Moment nicht wirklich gut :thumbdown:
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    • Wie Cherusker schon sagt das wird nen Großes Schild.
      Durch den Fund in deinem Auto hast du, ob Konsument oder nicht, nen BtmG-Stempel. Soll heißen, taucht deine Name im System auf wird nach BTM genau geschaut.
      Der Tele ( es gibt deutliche Unterschiede zwischen Teleskopschlagstock und sogenannte Totschläger) kann dir auch auf die Füße fallen. In einigen Bundeländern drücken die Staatsanwälte da ein Auge zu wenn es beruflich "angebracht" ist.
      Kenne Objekt- und Wohngebietsstreifen in Hamburg die ein "DuDu" vom KoBB bekommen wenn sie ohne Tele den Dienst antreten.
      Auf der anderen Seite wollte ein findiger und eifriger Polizei-Bediensteter in Berlin nem Ex-Kollegen eine "rein drücken" und hat ihn wegen "mitführens eines gefährlichen Gegenstandes" von Amts wegen angezeigt.
      Wenn es aber eine Stahlrute war (so ist der eigentliche Name eines Totschlägers) kann das wirklich Ärger geben da bis 21 Jahren die Jugendakte noch mit heran gezogen werden kann bei Ermittlungen und Strafbemessung.

      Bevor die Verfahren nicht abgeschlossen sind wird jeder halbwegs wache Rechtsberater das Stop-Schild wahrscheinlich auch noch beleuchten.

      Meine Empfehlung: Ermittlungen und ggfs Verfahren abwarten und dann sehen das eine mögliche Strafe auch erldeigt ist bevor die Bewerbung raus geht.

      Was mir bei deinem Thread extrem auffällt ist deine Aussage zwecks der Pille, selbst beim lesen und ohne dich zu kennen hab ich eher das Gefühl das es eine Schutzbehauptung ist! Aber das ist mein persönlicher Eindruck. :S
      Ich versuche täglich Objektiv zu sein aber meine Frau nennt mich Subjekt..... :thumbsup:

      Ich muss nicht alles Wissen, ich muss nur wissen wo es geschrieben steht. :whistling:
    • Während laufenden Verfahren findet keine Einstellung statt.
      Was auch gut so ist, weil ich -außer Ausreden und alles ist Pech, Pech, Pech, weder Reue noch Schuldbewusstsein erkennen kann.
      Ich frag mich allerdings, wie man mit so ner Latte an "Pech" sich bei einer Organisation bewirbt, die für Recht steht.
      Eine sicherheitsempfindliche Tätigkeit kommt damit sowieso erst einmal nicht in Betracht, womit ca. die Hälfte der verfügbaren Dienstposten weg fällt.
    • Die netten Mitglieder haben ja schon geantwortet. Allen einen noch oben drauf, Fw Laufbahn kannst du sicherlich knicken, weil du damit die Vorbildfunktion nicht erfüllen kannst. Mein erster Schritt in deiner Situation wäre, direkt anrufen und alles schildern.
      Anstatt zu klagen, was ihr wollt, solltet ihr dankbar sein, dass ihr nicht all das bekommt, was ihr verdient. ;)
    • Konfliktpotenzial?

      Hi Dennis,

      ich muss feststellen, das Dein Konfliktpotenzial für Dein Alter enorm ist.

      - Fehlt nur noch das man eine Murmel aus deinen Luftdruckgewehr in irgend einer verletzten Katze bei Tierarzt entdeckt worden ist. Eher nicht, ist "des Glück sein Dank" länger her.
      - Durch die KTU nachgewiesen wird, das aufgrund der chemischen Zusammensetzung das "Pillchen" (Extasy/Molly) eine spezielle Signatur aufweist.
      - Scootertuning. Na ja gut. Ich bin auch zur Ausbildungszeit Moppedfahrer gewesen. Wer hat da nicht geschraubt?

      Eine Einstellung des Verfahrens mangels Beweisen ist auch schwierig. Es ist Dein PKW!

      Wie ist es denn bei anderen Bewerbungen Dir ergangen? Wo hast Du Dich noch Beworben?

      Über zwei Dinge sollte man sich im klaren sein, wenn man bei einer Sicherheitsrelevanten "Firma" anfangen will. Den der Punkt bei der Bundeswehr ist ja auch der, das man Gerät (Ja, auch wenn ein Büffel nicht so schlagkräftig ist wie ein Leopard 2 - A7Plus, so hat dieses Gerät auch Konfliktpotenzial.) bedienen wird, was großen Schaden anrichten kann. Konfliktpotenzial, da ist es wieder.

      Darüber hinaus ist auch eine gesunde Psychische Verfassung immens wichtig. Ich muss mich der Kontextinterpretation von "depapa" anschließen. Die Tatsache, das man Extasy/Molly im Fahrzeug mitführt, abstreitet wie, "das sehe ich jetzt zum ersten mal..." ist ein bisschen viel Stoff. Oder hast Du das Auto weniger als eine Woche, und es ist gebraucht gekauft?

      Ein Gedankengang zum Schluss:
      Extasy/Molly im Sonnenbrillenfach und Teleskopschlagstock im Handschuhfach? Bei einer Fahrzeugdurchsuchung? Kann das sein das Dir der Staatsanwalt eventuell bei Verhandlungsführung unterstellen wird das Du Dealst? Hast Du Dir darüber mal Gedanken gemacht? Jede Tat birgt Konsequenzen! Und eben dieser sollte man sich im klaren sein.

      Aber generell würde ich für ein Psychologische Gespräch plädieren, es könnte sein, das daraus eine andere Betrachtung von dem täglichen Tun etwas verändert. Und ich glaube, das wäre ganz dringend. Ich hoffe, Sie sehen das auch so und gehen mal in sich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BiW@K ()

    • Vielen Dank für die zahlreichen antworten und Informationen!

      Ist es denn sinnvoll zu meinem Berater zu gehen und es ihm zu schildern ?
      Mir wird nichts anderes übrig bleiben als das Verfahren und die Strafe erst einmal begleichen zu müssen..
      Ist es denn auch da sinnvoll nach einem kurzem Zeitraum danach sich zu bewerben ?
      Und wie hoch ist sie Wahrscheinlichkeit doch noch genommen zu werden..?
      Wir erst Führungszeugnis begutachtet bevor ich eine Zusage für die Einstellungstest bekomme ?

      Danke im voraus für eure Antworten!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dennis94er ()

    • Aktuell haben Sie mit der Geschichte null Chance, da hilft auch kein Gespräch mit dem KB.

      Natürlich findet eine Vorprüfung statt, wenn eine Bewerbung eingeht. Da würde bei Ihnen das derzeit anhängige Ermittlungsverfahren sofort aufploppen. Das Führungszeugnis wird nach Vorlage ebenfalls geprüft auf sicherheitsrelevante Belange. Irgendwann dürfen Sie Formulare ausfüllen, in denen solche Geschichten aufgeführt werden müssen ("vergessen" sollten Sie dabei besser nichts!).

      Aber grundsätzlich halte ich Ihre charakterliche Eignung für den Soldatenberuf für sehr zweifelhaft, so dass Sie wohl allerspätestens beim "persönlichen Gespräch" rausgekegelt würden. Und das wäre nicht unberechtigt!
      Bitte habt Verständnis dafür, dass ich Fragen zur Bundeswehr per PN, IM oder Email nicht mehr beantworte.
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    • Es macht erst einmal keinen Sinn sich zu bewerben. Vorher findet eh nichts statt, weil der Ausgang Bestandteil der Bewertung deiner Gesamtpersönlichkeit sein wird. Und es wird ja auch Bestandteil des Bewerbungsbogen, deswegen ist es irrelevant, ob das Führungszeugnis schon zum Bewerbungsvorgang vorliegt.
      Wann es Sinn macht sich danach zu bewerben kann auch erst gesagt werden, wenn der Ausgang feststeht. Gibt es z.B. etwas auf Bewährung, dann besteht eine Sperrfrist für die Zeit der Bewährung.
      Nicht selten spricht der Rechtsberater auch eine Sperrfrist von 1-3 Jahren aus, gerade wenn es mehrere Vorfälle gibt, damit der Bewerber sich beweisen kann, dass er auch für längere Zeit sich an Recht und Gesetz hält.
    • Hallo dennis,

      auch ich habe deine "Strafen" einmal mitverfolgt, und die Kommentare der "Chefs" :thumbup:

      Du solltest dir lieber 3 mal überlegen ob die Bundeswehr überhaupt einmal dein Arbeitgeber werden wird!!! ?(
      Ich sehe da ganz schwarz, natürlich kannst du mit einem blauen Auge davon kommen und doch eine Chance bei der Bundeswehr erhaschen
      ( Unwahrscheinlich - dennoch möglich ).

      Wie von Biwak schon super beschrieben, verstehe auch ich nicht wie man mit so jungen Jahren, so viel Mist bauen kann........

      Versuche dein Glück lieber in einer anderen Berufs spalte.
    • Keine Rechtsberatung!

      Hab mich mal etwas durch das Bundes-Waffen-Gesetz und die ländereigenen Vorschriften von Hessen gearbeitet.

      Der Teleskopschlagstock, Stahlrute oder was auch immer aus dem Bereich dürfte dir so ziemlich das Genick brechen.
      Hessische Gerichte haben gegen Ersttäter immense Strafen verhängt!
      Wie Du selbst geschrieben hast wurde ein anderes Verfahren ,wegen Führen eines Luftdruckgewehres (hier ist dein Alter 17 J. dein Untergang und Glück gewesen), erst kürzlich mit einer schriftlichen Verwarnung eingestellt.
      Jetzt fällst du bei einer "Mausefalle" wiederum negativ auf mit BtM und Waffe. Da ist die Mutmaßung, wie von BiW@k, schnell bei der Hand und berechtigt, soll heißen die Staatsanwaltschaft wird sich Zeit nehmen den Fall zu prüfen um den gewerbsmäßigen BTM-Handel aus zu schließen oder zu belegen.

      Damit würde ich das Thema Bundeswehr in deinem Fall mindestens für 5 Jahre (nach Abschluß der Verfahren) begraben und in die Mottenkiste packen. Diese Zeit würde ich nutzen und das "Pech" los zu werden. Soll heißen: Alles was dich in die BTM-Ecke stellen KÖNNTE los werden wie Kontakte etc. auch würde ich mich von allem trennen was mich in Konflikt mit anderen Gesetzen wie dem WaffG bringt.
      In der Zeit kannst du zum Einen Erfahrung im erlernten Beruf sammeln, zusätzliche Qualifikationen erlangen oder oder oder. Alles Maßnahmen die deine persönliche Eignung verbessern.
      Und nach Ablauf des Zeitraumes die Bewerbung für die Truppe frühestens in Angriff nehmen.

      Bedenke: Einträge im BZRG sind lange (zw. 10-15 Jahre) drin und bei einer FW-Laufbahn dürfte dieses mit Sicherheit eingesehen werden.
      Ich versuche täglich Objektiv zu sein aber meine Frau nennt mich Subjekt..... :thumbsup:

      Ich muss nicht alles Wissen, ich muss nur wissen wo es geschrieben steht. :whistling: