Zum Bund mit Missbildung der Kniescheibe?

    • Zum Bund mit Missbildung der Kniescheibe?

      Guten Tag,
      mein Name ist Till ich bin derzeit 16 Jahre alt und möchte eine Karriere als Panzergrenadier bei der Bundeswehr machen. Nun habe ich ein Problem und zwar wurde bei mir nun festgestellt das ich eine ,,Chondromalacia patellae Grad 2, leichtgradige Tendinitis des MCL und der Semimembranosus-Sehne, leichtgradige Innenmeniskushinterhorndegeneration" habe das heißt zusammen gefasst das meine Kniescheibe ein bisschen nach außen sitzt und die Rille wo die Kniescheibe drinne gleitet fast nicht da ist. Nun ist meine Frage kann ich die Bundeswehr gleich in den Sand schießen oder soll ich mich nochmal mit meinem Karriere Berater zusammen setzten?
    • Da wir im Forum keine Telemedizin machen, gibt es keine medizinisch sicheren Aussagen.

      Bei der Chondromalacia patellae Grad 2 hat der Knorpel noch keine Risse. In wie weit das Knie tatsächlich belastbar ist mit den weiteren Diagnosen, muss eine fachärztliche Untersuchung unter Einbeziehung der Bildgebung ergeben.

      Außerdem sind sie ja erst 16. wie sieht es denn so aus mit Schulabschluss? Berufsausbildung ? Perspektive wenn es mit der Bundeswehr nicht funktioniert? Ganz viele Fragen die sie erst mal mit einer Person ihres Vertrauens besprechen sollten.
      "Derjenige hat Erfolg, der etwas tut, während er auf den Erfolg wartet." (Thomas A. Edison)

      "Ich gehe langsam, aber ich gehe nie zurück." (Abraham Lincoln)
    • Ich schließe mich da fbkkl an.Das heißt ja nicht, dass man die Bundeswehr deshalb grundsätzlich aus dem Kopf schaffen muss: Beurteilen kann das dann letztendlich der zuständige Arzt bei deiner Musterung anhand der Untersuchungen und der Ergebnisse der Befunde bzw. weiterer Untersuchungen. Dein Karriereberater kann in dem Fall auch nur deine Bewerbung einreichen, dir deine potentiellen Möglichkeiten aufweisen, deine Wünsche aufnehmen - aber, was du dann am Ende tatsächlich machen kannst, entscheidet sich ja im Auswahlverfahren - von daher setze dich ruhig damit auseinander und bewirb' dich; das schadet weder dir, noch der Bundeswehr.
      Mach dir einen konkreten Plan, was du gerne bei der Bundeswehr machen möchtest (informiere dich intensiv darüber, was es alles gibt und setz dich mit deinem Karriereberater auseinander) - mach das natürlich auch von deinem schulischen Werdegang abhängig. ;)
      Mit kameradschaftlichen Grüßen
      Robin
    • Ich hänge mich mal kurz mit rein :thumbsup:
      chondromalacia patellae grad 2 habe ich selber auch, dass allerdings schon seit Geburt und auf beiden Seiten.
      Natürlich ist es richtig, dass es dir keiner über das Internet zu 100% beantworten kann - aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, so lange du damit sportlich belastbar bist und du keine schmerzen hast, sagt auch keiner was dagegen.
      Ebenfalls ist es empfehlenswert, wenn die obigen Punkte zutreffend sind, das auch nicht an die große Glocke zu hängen beim Arzt später.


      Ich wünsche dir viel Glück bei deinen Anstrebungen :)
    • FernspähKitty schrieb:

      Ich hänge mich mal kurz mit rein :thumbsup:
      chondromalacia patellae grad 2 habe ich selber auch, dass allerdings schon seit Geburt und auf beiden Seiten.
      Natürlich ist es richtig, dass es dir keiner über das Internet zu 100% beantworten kann - aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, so lange du damit sportlich belastbar bist und du keine schmerzen hast, sagt auch keiner was dagegen.
      Ebenfalls ist es empfehlenswert, wenn die obigen Punkte zutreffend sind, das auch nicht an die große Glocke zu hängen beim Arzt später.


      Ich wünsche dir viel Glück bei deinen Anstrebungen :)


      Wenn du damit meinst "verschweigen" habe ich damit als Arzt ein Riesen Problem. Wenn das Knie dann Probleme macht und das Verschweigen rauskommt, kann das ggf. bis zur Entlassung führen. Außerdem hat man damit im Einstellungsverfahren eine Täuschung begangen. Persönlich hat man dann vielleicht noch Gesundheitsprobleme, die in einem anderen Beruf nicht aufgetreten wäre.

      :cursing: ?(
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    • Von verschweigen war ja nicht die Rede, ich kenne nur auch diverse Leute die es an die große Glocke gehangen haben und dadurch deutlich mehr Probleme bekommen haben, obwohl es tatsächlich weniger schlimm war.

      Ich wusste es zum Beispiel vorher gar nicht. Hatte bei der Bundeswehr einen Unfall und erst im Nachhinein hat sich dieser angeborene "Fehler" rausgestellt. Und das auch nicht bei der Bundeswehr, sondern privat.

      Es gibt eben verschiedene Auffassungen von schlimm oder nicht schlimm.
      Natürlich soll keiner etwas absichtlich falsch darstellen.
    • Das ist richtig, ja.
      Jedoch gibt es auch diese Leute die es noch mehr "hoch pushen" und es schlimmer darstellen als es ist. Deswegen auch meine Aussage zuvor wenn keine Schmerzen oder Probleme beim Sport etc vorhanden sind, sollte alles gut gehen.

      Wie gesagt, du hast sicherlich noch einen anderen Blickwinkel als Arzt. Jedoch ist es auch fraglich ob wirklich jeder immer alles erzählt.

      Letzten Endes sollte es jeder für sich wissen, wie man sich verhält zu solchen Dingen.
    • Ich kann deine Einstellung nicht nachvollziehen. Wir reden hier von der ordnungsgemäßen Durchführung eines 90/5. Am Ende steht ein Bescheid. Das hat weder etwas mit dem "Blickwinkel als Arzt" oder mit "Haarspalterei" zu tun, sondern der Garantie ein transparentes und faires Verfahren durchzuführen. Wenn das Knie im Einsatz dann schlapp macht, war man sich und seinen Kameraden gegenüber verantwortungslos.
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    • Ich schließe mich da fbkkl an (auch wenn ich einiges wiederholen mag)... und das aus einem neutralen Blickwinkel - ich bin kein Arzt. ;)
      Gegenüber der Bundeswehr bzw. dem Arzt bei der Musterung falsche Angaben zu machen bzw. dies bedeutend zu lügen, gefährdet die Gesundheit (bzw. das Leben) der eigenen Person und vor allem auch die der Kameraden. Ganz egal, ob man Schmerzen hat oder nicht - gerade dafür ist die Musterung da, um bestimmte Verwendungen bspw. auszuschließen und den Bewerber in eine bestimmte Richtung zu weisen bzw. dann nun mal zu sagen, dass er gesundheitlich leider nicht geeignet ist. So ist das Leben, auch wenn es für die betroffene Person nicht schön ist. Das weiß der Arzt auch, er versteht es, aber er kann sich dem nicht wiedersetzen, aus oben genannten Konsequenzen.
      "Hochgepusht" wird nichts - nicht jeder Arzt hat die gleiche Meinung, aber dennoch ist sie fachlich nicht falsch und dies muss man akzeptieren.
      Sicherlich ist fraglich, ob jeder immer alles erzählt - dann kann man auch gleich alles in Frage stellen, aber das ist nicht Sinn der Sache - das Ganze basiert auf einer Vertrauensbasis und man unterschreibt ja wie gesagt dafür.
      Ob man mit dem Gewissen leben möchte, sich und seine Kameraden jederzeit in Gefahr bringen zu können, weil man die eigene persönliche Situation nicht richtig einschätzen kann (weil es nun mal nicht so läuft, wie man es gerne hätte), das könnte ich nicht.
      Im Fall, dass jemand nicht geeignet ist, ist dies ja nicht der Weltuntergang - es hat schon tausende Bewerber getroffen und trotz dessen haben sie auch andere Alternativen.

      Diese Einstellung Sachen zu verschweigen ist alles andere als richtig und wenn man auch nur einen Gedanken daran verschwendet, hat das nichts mehr mit Loyalität gegenüber seinem Arbeitgeber und seinen Kameraden zu tun.
      Mit kameradschaftlichen Grüßen
      Robin
    • Moment mal, also wenn mein Knie schlapp macht bin ich verantwortungslos gegenüber meinen Kameraden?
      Komisch das der Arzt das weiß mit meinen Knien und ich trotzdem Falli mache :whistling: Ab dem Moment wo der Arzt das "Ok" gibt, ist es doch nicht verantwortungslos meinem Dienstposten nachzukommen. Passieren kann auch bei gesunden Leuten etwas, der Arzt kann ja auch nur von dem augenblicklichen Zustand ausgehen und den Berichten der Vorzeit.


      Ich glaube du missverstehst mich ich möchte NICHT sagen, dass hier jmd was verheimlichen soll! Ich möchte nur drauf hinweisen, dass man ruhig unterstreichen kann wenn man keine Probleme beim Sport oder generell im Dienst, trotz dieser Vorbelastung, hat.


      Man muss nicht sofort aufgeben, sondern versuchen zu kämpfen, wenn man es will :)
    • Guten Tag zusammen,
      erstmal möchte ich euch danken das Ihr mir so viel sagen konntet und es beruigt mich zu hören das man mit der Sache auch Keine Schwierigkeiten haben kann.
      Ich möchte mich nochmal äußern zu dem Verschweigen des Befundes, und zwar werde ich es definitiv nicht verschweigen, meine zuständige Karriereberatung weiß auch schon bescheid und ich werde mich am 24.11 mit einer Dame zusammen setzten und es ganz genau besprechen. Ich werde den Tipp, dass nicht an die Große Glocke zu hängen, berücksichtigen da ich leider selber ein Typ bin der gerne alles an die große Glocke hängt. Aber wie gesagt ich werde keine Täuschungen verüben.
      Ich danke Ihnen allen das sie mir so viele Tipps und Ratschläge geben konnten, doch da dieses Thema nun geklärt ist möchte ich diesen Thread gerne schließen.
      Ich danke nochmal vielmals !!! :thumbsup:
    • FernspähKitty: Jetzt mal ganz sachlich.

      Nicht an die große Glocke hängen bedeutet für mich, Probleme die man hat zu bagatellisieren! Wenn du es anders gemeint hast, solltest du deine Formulierung mehr mit bedacht wählen.

      Die Wahrscheinlichkeit, dass ein vorbelastetstes Knie "schlapp" macht ist nun mal bedeutend höher als ein gesundes. Ich stehe zu meiner Aussage das es verantwortungslos ist, gesundheitliche Probleme zu verschweigen.

      Wann das Knie, Organ oder was auch immer ausreichend belastbar ist, dann ist dies ärztlicherseits kein Problem. Dies sollte dann ja auch eine objektive Untersuchung ergeben.

      Ich bin seit über zehn Jahren Arzt. Ich habe schon häufig gesehen wie "Vermeidungsverhalten" und Fehleinschätzungen zu richtig großen Problemen geführt haben.

      Ich denke damit ist alles gesagt von meiner Seite.
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