Laufbahnwechsel OA nach UA/FA möglich?

    • Laufbahnwechsel OA nach UA/FA möglich?

      Guten Tag Bundeswehr-Community Mitglieder,

      wie Ihr anhand der Titels erkennen könnt, erwäge ich einen Laufbahnwechsel. Aktuell bin ich noch S(OA), nach etwa knapp drei Monaten stelle ich mir die Frage, ob denn die Laufbahn des Offizier überhaupt die richtige Entscheidung war.

      Und ob nicht ein Laufbahnwechsel in die Laufbahn des Unteroffizier des Fachdienstes bzw. in die Laufbahn des Feldwebel des Allgemeinen Fachdienstes, besser für die Bundeswehr und mich wäre.
      Dies hieße aber ein Wechsel vom Truppendienst in den Fachdienst. Generell heißt es ja, dass ein Wechsel von einer höheren Laufbahn in eine niedrigere Laufbahn nicht vorgesehen ist, außer man kam aus einer niedrigeren.

      Unser Spieß meinte im Juli noch, falls man Gewissensbisse bekommt, ob man nicht besser bei den Unteroffizieren o./m. P. aufgehoben ist, so solle man sich an ihn wenden.
      Meine Frage an Euch: Wie oben bereits erwähnt, ist ja ein Wechsel von einer höheren in eine niedrige Laufbahn nicht möglich. Wenn mir dies dennoch ermöglicht werden könnte, wäre auch einen Wechsel vom Truppendienst in den Fachdienst möglich?

      Meine bisherige Truppengattung würde ich sehr gerne beibehalten, sowie die Teilstreitkraft.


      Mit kameradschaftlichen Grüßen,

      doroz
    • doroz schrieb:

      Meine Frage an Euch: Wie oben bereits erwähnt, ist ja ein Wechsel von einer höheren in eine niedrige Laufbahn nicht möglich.
      Das ist gem. Zentralerlass A-1340/49 nicht möglich. Eine Rückführung ist nur in die Laufbahn möglich, aus der man kommt. Das ist für einen Ungedienten nicht möglich. Ich weiß zwar, dass sich ab und an ein Personalführer nicht daran hält, aber so sieht die Vorschriftenlage aus.

      Allerdings muss man ja auch mal fragen, warum die nach 3 Monaten Ausbildung -die in allen Laufbahnen identisch gewesen wäre- nunmehr meinst, dass du nun eine andere Sichtweise hast, die zu dem Schluss führt, dass eine niedrigere Laufbahn die Richtige wäre.
    • Nun ja ein gewissen „Einblick" in die Aufgaben eines Offizier haben wir schon bekommen. Und ja, ich habe mich vor meiner Bewerbung, um die Aufgaben und das Leitbild eines Offizieres informiert.
      Dazu muss ich aber auch sagen, dass im Beratungsgespräch mir auch mitgegeben wurde, dass ich nach der Offizierlaufbahn IT-Admin sein könnte.

      Kurzum ich möchte in erster Linie Soldat werden und an zweiter Stelle soll das praktische, fachliche Wissen stehen. Ich bin mir auch durchaus bewusst, dass ich als Unteroffizier o./m. P. ebenso eine hohe Verantwortung trage. Aber ich selbst sehe mich aktuell nicht als Offizier und damit verbunden, als späteren Zugführer.

      Wenn ich jetzt theoretisch den Widerruf ziehen würde, könnte ich mich dann erneut bewerben.
    • Man kann sich jederzeit wieder bewerben. Es gilt aber auch da, die Gründe plausibel darzulegen, warum es ggf. nicht wieder dazu kommen könnte. Eine Garantie für eine Wiedereinstellung gibt es nämlich nicht. Schlimm ist halt nur, dass dafür einem anderen Bewerber eine Absage gegeben wurde und nunmehr ein Fehl auf Dienstposten für ein Jahr erzeugt wird. Es besteht ja durchaus ein ernster Hintergrund bei einer Einstellung.

      Ich habe trotzdem kein Verständnis dafür, wie man das in den ersten 3 Monaten bewerten will. Das ist völlig abwegig, weil man keinen Einblick in Fachaufgaben bekommt, sowohl als Offizier, als auch als Feldwebel. Aber es ist ja deine Entscheidung und dann besser früher als später unglücklich.
    • Natürlich ist es einerseits ärgerlich für die Bundeswehr, andererseits für einen anderen potentiellen Bewerber.
      Und ich gebe Ihnen da recht, dass man in den ersten drei Monaten kein Fazit ziehen kann, zumindest in das Aufgabenspektrum eines Offiziers.
      Dennoch finde, dass man sich innerhalb der 6 Monate Gedanken über seinen späteren Werdegang machen kann.

      Die Beurteilung meines Gruppenführers war gut, laut Aussage würde ich zum oberen Drittel gehören, jedoch sei ich noch ziemlich zurückhaltend.
      Und das merke ich selbst, dass ich zurückhaltend bin, das war schon immer so. Das heißt keineswegs, dass ich schüchtern bin. Und ich sehe mich selbst als jemand, der mit seinen fachlichen(IT/Elektronik) glänzen will und dieses auch anwenden möchte. Daher rühren die Gewissensbisse.

      Vielleicht ist es auch besser, wenn ich mich erstmal morgen nach Dienstunterbrechung mit Kameraden austausche bzw. meinem Gruppenführer. Bevor ich den Gang zum Spieß wage.
    • Erst einmal muss ich einen formlosen Antrag stellen. Hierbei wird sich dann herausstellen, ob dieser genehmigt wird oder nicht.
      Des Weiteren war ich diese Woche auf der ILÜ. Dort wurde mir ein konkreter Einblick, in meinen späteren Verwendungsmöglichkeiten gegeben. Diese sind auch durchaus spannend, allerdings habe ich meinen Zweifel, ob die Bundeswehr und ich glücklich werden. Dass heißt: ich möchte mit den technischen Geräten umgehen, täglich im Dienst.
      Ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht, ob mein Schritt (Offizierlaufbahn) nicht zu voreilig war und ein vorheriges Studium im IT bzw. in der Elektrotechnik besser gewesen wäre. Wenn ich als Spezialist zur Bw gekommen wäre, wie hätte denn da meine Verwendungsmöglichkeit im Bereich der EloKa ausgesehen? Dass ich in erster Linie Soldat bin, ist mir durchaus bewusst, aber wie bereits gesagt, möchte ich praktisch in diesen Bereich arbeiten.
    • doroz schrieb:

      Wenn ich als Spezialist zur Bw gekommen wäre, wie hätte denn da meine Verwendungsmöglichkeit im Bereich der EloKa ausgesehen?
      Die Frage ist nicht zu beantworten, da Seiteneinsteiger mit Studium auf spezielle Dienstposten eingestellt werden. Und welcher das dann ist, der zu diesem Zeitpunkt für die Besetzung mit Seiteneinsteiger ausgesucht ist, weiß ja jetzt noch keiner. Aber es sind reine fachgebundene DP, d.h. die nur aufgrund des Studiums besetzt werden.
    • Ich habe gestern den Widerruf gezogen und möchte erst einmal zivil studieren. Da ich nächste Woche bei meinem alten Arbeitgeber anfangen könnte, habe ich auf den Erholungsurlaub verzichtet(welcher nächste Woche wäre). Ich war heute nochmal im GeZi und habe nachgefragt, ob dies auch die Überstunden betrifft. Laut demjenigen Soldat, ja. Laut Rechnungsführer, können Überstunden nicht einfach wegfallen.

      Ich habe hier im Forum schon einmal ein ähnliches Thema gefunden, welches aber eher den Erholungsurlaub behandelt hat. Können geleistete Überstunden(welche nicht gerade wenige sind) einfach so verfallen.