Danke, liebe Bundeswehr

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    • Danke, liebe Bundeswehr

      Vorab möchte ich allen ein guten Rutsch ins neue Jahr wünschen!

      ... hoffentlich verläuft eurer besser als meiner. Warum der Pessimismus? Aus folgendem Grund:

      Ich habe mich beim Bund als Wiedereinsteller für eine Unteroffizierslaufbahn beworben. Habe die nötigen Tests bestanden und eine Stelle in der Nähe von Stuttgart unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt stand meine Sicherheitsüberprüfung Ü2 noch aus.
      Vier Wochen vor Dienstantritt habe ich mein Einberufungsbescheid vom Kompaniechef des Ausbildungsbataillons bekommen, indem genau Stand wann ich mich wo zu melden habe.

      Daraufhin, im Glauben, dass ja nun mit der Einberufung die Sache safe ist, habe ich fristgerecht meinem Arbeitgeber die Kündigung in die Hand gedrückt.
      Zwei Wochen vor Dienstantritt dann die Ernüchterung: Aufgrund der Ergebnisse einer Überprüfung seitens des BMVg´s kann meine Einstellung nicht realisiert werden.
      ... danke dafür, zwei Wochen vorher.

      Ich zitiere mal jemanden von der Bundeswehr aus diesem Forum: ,, Ganz wichtig: so lange noch nicht klar feststeht, ob und wann es tatsächlich losgeht, sollte ein bestehendes Arbeitsverhältnis auf keinen Fall angerührt werden. Erst wenn eine Einberufung zu einer Eignungsübung erfolgt oder eine Aufforderung zum Dienstantritt vorliegt ist der Zeitpunkt gegeben, dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass eine Wehrdienstleistung erfolgt."
      Klasse Idee!

      ,,Es kann gut sein, dass die SÜ nicht vor Dienstantritt durch ist. Du musst genau schauen, was du für den Dienstantritt schon bekommen hast oder noch bekommst. Wenn es die "Aufforderung zum Dienstantritt" ist, ist das das Schreiben, was du unverzüglich deinem AG vorlegen musst."

      Noch besser!


      ,,Die Bundeswehr sucht Personal. Da wird niemand leichtfertig abgelehnt. Schließlich ist die Bw kein "kleiner Krauter", der heute so und morgen so entscheidet."

      ... naja. Anscheinend ja doch.


      Fassen wir also zusammen: da die deutsche Bundeswehr ja anscheinend doch nicht soo dringend Personal sucht und es sich leisten kann, Leute die geprüft wurden, abzulehnen, OHNE auch nur den Grund dafür mal explizit anzugeben, solange solltet ihr tatsächlich mit dem Gedanken spielen, eure Kündigung solange hinterm Berg zu halten, wie es sich dieser "Krauter" noch anders überlegen könnte.
    • Zitat: Vier Wochen vor Dienstantritt habe ich mein Einberufungsbescheid vom Kompaniechef des Ausbildungsbataillons bekommen, indem genau Stand wann ich mich wo zu melden habe.

      Das ist kein Einberufungsbescheid, sondern ein Begrüßungsschreiben. Die Aufforderung zum Dienstantritt (die man dem alten AG vorzeigen muss, doch dazu im nächsten Absatz mehr) gibt es immer vom KarrC Bw.

      Der Hinweis hier:
      Ganz wichtig: so lange noch nicht klar feststeht, ob und wann es tatsächlich losgeht, sollte ein bestehendes Arbeitsverhältnis auf keinen Fall angerührt werden. Erst wenn eine Einberufung zu einer Eignungsübung erfolgt oder eine Aufforderung zum Dienstantritt vorliegt ist der Zeitpunkt gegeben, dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass eine Wehrdienstleistung erfolgt."

      Ist vollkommen richtig. Er hat auch nichts mit der Kündigung zu tun, sondern die Mitteilung an den AG. Das ist keine Kündigung.

      Zitat: Daraufhin, im Glauben, dass ja nun mit der Einberufung die Sache safe ist, habe ich fristgerecht meinem Arbeitgeber die Kündigung in die Hand gedrückt.

      Und da liegt dein Fehler: wieso kündigen? Es gibt ein Arbeitsplatzschutzgesetz. Das greift auch, falls du in der GA deine Dienstzeit selbst beendest. Dazu gibt es aber auch ein Merkblatt i.R.d. Einstellung. Wenn du selbst kündigst, bist du -tut mir leid das hart zu sagen- selbst Schuld.

      Ja, die Bundeswehr sucht -so wie jeder andere AG auch- Personal, aber halt auch nicht jeden. Wenn man i.R.d. SÜG nicht genommen wird, dann hat man schon in der Vergangenheit etwas/einiges gemacht, das Zweifel an der Treue zur FDGO aufkommen lässt. Diesen Leuten will man nicht eine Waffe in die Hand drücken und dann damit die FDGO verteidigen lassen. Durchaus verständlich und auch gut so. Die Schuld nun bei der Bundeswehr zu suchen? M.E. falsch. Eher an den eigenen Tätigkeiten in der Vergangenheit. Auch hier trägst du die Verantwortung selbst.

      Zitat: solange solltet ihr tatsächlich mit dem Gedanken spielen, eure Kündigung solange hinterm Berg zu halten, wie es sich dieser "Krauter" noch anders überlegen könnte.

      Noch einmal: nie selbst kündigen! Und gut, dass es Mechanismen wie das SÜG gibt, damit verfassungsfremde/-feindliche Bewerber vorab aussortiert werden.

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