Aussteigen aus der Bundeswehr?

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    • Aussteigen aus der Bundeswehr?

      Moin zusammen,
      Ich bin Mannschafter SAZ 4 Jahre, und ich ja ich weiß ich bin verpflichtet. Gibt es dennoch eine Möglichkeit früher aus dem Dienst zu scheiden? Die Überlegung ist da, da das alles für mich vielleicht doch nichts ist. Nicht das ich gegen Gewalt bin oder der gleichen sondern einfach die Bundeswehr per se.

      Vielleicht habt ihr ja tipps.

      Danke euch!
    • Die einzige Möglichkeit besteht bei Erfüllen der Voraussetzungen § 55 (3) Soldatengesetz.
      Einer Dienstzeitverkürzung nach § 40 (7) SG wird man in Zeiten personellen Aufwuchses i.d.R. nicht zustimmen.

      Dafür, dass du bis letzte Woche noch Fw werden wolltest, kommen die Überlegungen ja schon überraschend, denn das wäre mit einer ziemlich langen zeit bei der Bw verbunden gewesen.
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      Ja weiß ich auch, ich wurde aber vor kurzem Versetzt und lerne grade eine unglaublich schlechte Seite der Bundeswehr kennen. Wo man angebrüllt wird wegen einem kleinen Fehler weil man etwas noch nie gemacht oder wo man gesagt bekommt das man bloß nie den Mund aufmachen sollte. bzw. einer schon vom Chef verprügelt wurde weil er gesagt hat sein Fw würde ihm die ganze Arbeit aufhalsen. Das mag jetzt weinerlich klingen aber das bin ich wirklich nicht. Ich bin wie gesagt erst seit zwei Wochen hier. Zum Spieß kann ich nicht weil sonst rauskommt das der dem es passiert ist mir das erzählt hat und für mich steht nur zur Debatte versetzt oder raus.

      Was wäre denn ein Fall von besonderer Härte?
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      Es ist jedenfalls nichts von dem, was du anführst (bspw. alleinige Pflege bedürftiger Angehöriger).

      Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, nutze das Mittel der Beschwerde bzw. Eingabe an den Wehrbeauftragten, wenn haltlose Zustände vorherrschen sollten. Bspw. verprügeln, wobei ich das nur schwer glaube, denn dann wäre der erste Weg zur Polizei und einer Strafanzeige.
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      Perser schrieb:

      Es ist jedenfalls nichts von dem, was du anführst (bspw. alleinige Pflege bedürftiger Angehöriger).

      Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, nutze das Mittel der Beschwerde bzw. Eingabe an den Wehrbeauftragten, wenn haltlose Zustände vorherrschen sollten. Bspw. verprügeln, wobei ich das nur schwer glaube, denn dann wäre der erste Weg zur Polizei und einer Strafanzeige.
      @Perser, ich finde es grade bissel Sinnfrei wier du das runterspielst und dir nicht vorstellen kannst das es so ist.
      Bitte mal in den Bericht des Wehrbeauftragten schauen, sollte immer und überall in der BW ausliegen oder erreichbar sein.
      Was da für eine Kacke drinne steht und das es immernoch Leute gibt die anscheinend im 1940 leben ist traurig, und solche haben in der BW nichts zu suchen.

      Und nein er muss nicht zur Polizei, wenn er dem Chef das meldet ist dies ein Dienstverstoss, und was das heisst solltest du ja wissen, er muss ermitteln!
      Selbst wenn der Chef es selbst ist... Ermittelt er halt selbst gegen sich... und wer die Beschwerde dann zu Gesicht bekommt brauchen wir ja nicht drüber r4eden, und wenn nichts passiert... Naja wird der WB mit eingeschaltet, und wenn immernoch nicht reich die Mobbing Stelle, 3 Tolle Anlaufstellen die alle unabhängig von einander sind....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von On3mAnShOw ()

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      Das kannst du sinnfrei finden. Ich nicht. Denn wenn mich jemand schlägt, ist das eine strafrechtliche Angelegenheit. Diese gehört unverzüglich angezeigt. Und nur weil das innerhalb einer Kaserne stattfindet, lässt das judikative und exekutive Gewalten nicht außen vor.
      Intern kann man das handhaben wie du es beschrieben hast. Die Wege sind alle gangbar.
      Wird eine Strafanzeige gestellt, wird im Zuge des Strafverfahrens automatisch durch die Bw ein Disziplinarverfahren eröffnet und geprüft, ob auch soldatische Gesetze verletzt worden sind.
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      Die Vorgänge der jüngeren Vergangenheit haben aus meiner Sicht sogar deutlich gemacht, dass bei Bekanntwerden von gravierenden Verstößen gegen elementare Rechtsgüter und soldatische Pflichten schon aus politischen Gründen äußerst sensibel bewertet und hart reagiert wird. Die Schilderung lässt jedenfalls Zweifel aufkommen, ob in einer Einheit, in der mutmaßlich eine solche Führungskultur praktiziert wird, die Grundsätze der Inneren Führung nicht ins Wanken geraten sein könnten. Was das Ausüben körperlicher Gewalt gegen Untergebene betrifft, so wäre die Grenze der Strafbarkeit hier eindeutig überschritten. Der Vorgang sollte in diesem Fall dem nächsthöheren Disziplinarvorgesetzten gemeldet und dem Wehrbeauftragten vorgetragen werden - ggf. anonym. Im Normalfall wäre dann eine Abgabe an die Staatsanwaltschaft durch die Bundeswehr der zu erwartende Weg. Jedenfalls ließe sich der Vorgang bei dieser Vorgehensweise nicht in falsch verstandenem Korpsgeist behandeln.
      Ohne die Details der Vorgänge zu kennen und ohne über prophetische Begabung zu verfügen...aber eine Entlassung wäre m.E. für Sie hier eine nicht notwendige "Lösung".