Mannschafter statt IT-Feldwebel ?

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      Hallo zusammen,

      vor wenigen Tagen hatte ich den Einstellungstest bei der Bundeswehr und erhielt dort auch meine FW-Eignung.

      Soweit so gut.

      Beworben habe ich mich ursprünglich auf FW-Fachdienst Verwendungen die auf meinem gelernten Beruf als Industriemechaniker aufbauen soll (Waffeninstandsetzung, Fluggerätemechaniker-FW....).
      Laut Psychologin und Einplaner scheint es aber zurzeit keine einzige freie Stelle in diesem Bereich zu geben und sie boten mir an einen weiteren CAT Test zu machen da sie mir gerne weitere Verwendungsmöglichkeiten anbieten wollen.

      Gesagt, getan. Ich habe den Test bestanden und wurde zum Einplaner geschickt.

      Dieser bot mir eine Verwendung als IT-Feldwebel an (etwa 200km entfernt) oder alternativ eine Verwendung im Truppendienst als Kampfmittelbeseitiger(>600km weg).
      Ohne Genaueres über die einzelnen Verwendungen zu wissen entschied ich mich allein schon aufgrund der Entfernung erstmal für die Stelle als IT-Feldwebel. Aufgrund noch vorhandener ärztlicher Auflagen fand nur eine vorläufige Einplanung statt.

      Wieder zuhause angekommen habe ich mich natürlich umgehend über die Verwendung informiert.
      Laut Aussagen eines ehemaligen IT-Feldwebels ist wohl damit zu rechnen das man aufgrund der ZAW-Maßnahme und vielfältiger Weiterbildungen (militärisch und fachlich) wohl mindestens fünf Jahre lang in ganz Deutschland Pendler sein wird.

      So nun zu meinem Problem und meiner Überlegung:
      Erstmal vorab. Es ist mir durchaus bewusst das der Soldatenberuf eine gewisse Reisebereitschaft mit sich bringt, habe aber feststellen können das die Vielzahl der Bewerber die mit mir im Karrierecenter der BW waren, dabei vor allem diejenigen
      die die Mannschaftseignung bekamen, sehr heimatnah eingesetzt wurden. Viele haben nur 30-40 km bis zu ihrer jeweiligen Dienstelle und zur AGA (die bei mir schon 600km entfernt ist.)




      Nun kam mir der glorreiche Gedanke ob es vielleicht nicht sogar sinnvoller wäre die Mannschaftslaufbahn einzuschlagen, da hier womöglich eine sehr heimatnahe Verwendung möglich ist.
      Hinsichtlich des, wie ich finde, sehr geringen Mehrverdienstes als Feldwebel gegenüber des Mannschafters (der von den Pendelkosten überschattet wird.) spricht ja zunächst vielleicht auch die kürzere Verpflichtungszeit für die Mannschaftslaufbahn.

      Das ich diese Entscheidung schlussendlich selbst fällen muss ist mir klar, dennoch würde ich gerne von euch wissen ob meine Hoffnungen auf eine heimatnahe Verwendung in der Mannschaftslaubahn berechtigt sind und was für etwaige Nachteile oder auch Vorteile ich hätte, wenn ich statt der FW-Laufbahn zunächst die Mannschaftslaufbahn einschlagen würde.


      Vielen Dank schon mal im Voraus. :)
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      Als Fw kann man eine Übernahme als Berufssoldat beantragen (=Beamtenstatus=Pension=hohe Sicherheit fürs Leben). Man kann auch die Zulassung zur Laufbahn Offizier Militärischer Fachdienst beantragen.
      Als Fw trägt man viel mehr Verantwortung, auch für Menschen. Ist Vorgesetzter und eine mittlere Führungskraft (Fw=Rückgrat der Armee, wie manche sagen).
      Würdest du gerne bei einem großen ziv. Unternehmen nur als Hilfsarbeiter eingesetzt werden oder dich auch in gewissen Grenzen selbst gestalten und verwirklichen und lieber auf der Meisterebene arbeiten?
      So ist das vergleichbar.

      Ob es als Msch eine heimatnahe Verwendung gibt, kann dir nur der Einplaner sagen.
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      Danke für die schnelle Antwort, Perser.

      Kann dir natürlich bei dem was du geschrieben hast nur zustimmen und selbstverständlich will ich auch nicht in erster Linie des Geldes wegen zur Bundeswehr.

      Werde mir das Ganze nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen.

      Kann man irgendeine Prognose darüber abgeben wie hoch die Chancen sind als IT-Feldwebel, Offizier im militärischen Fachdienst, oder gar Berufssoldat zu werden ?
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      Das ist recht einfach: wenn du an der Leistungsspitze bist 100%, wenn du zu im letzten Leistungsdrittel bist=0.
      Die strukturelle Chance BS zu werden liegt grundsätzlich bei 40%. D.h. wenn es 100 DP ITFw gibt, sind davon 40 mit der Besetzung von BS vorgesehen. IT ist eine Mangelverwendung, d.h. hier gibt es derzeit (viel) weniger Soldaten, als es geben sollte. Somit gibt es also auch proportional weniger Antragsteller.