Gebirgsjäger Feldwebellaufbahn im Fach- oder Truppendienst

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    • Gebirgsjäger Feldwebellaufbahn im Fach- oder Truppendienst

      Liebe Forenmitglieder,

      ich weiß, diese Frage wurde schon oft gestellt! Letztendlich ist es jedoch immer eine individuelle Frage.
      Leider erweisen sich die Karriereberater nicht als sehr hilfreich. Vor allem da die Berater selbst, gar keine Erfahrung haben, was den Alltag eines Gebirgsjägers betrifft. Der Eine sagt dies, der Andere sagt das.

      Kurz zu meiner Person. Ich bin aktuell 25 Jahre alt, habe 2013 meine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen abgeschlossen. 2015 habe ich meine Aufstiegsfortbildung (Meisterfortbildung) zum Wirtschaftsfachwirt abgeschlossen. Aufgrund meiner beruflichen Zukunft (sieht im Finanz-Dienstleistungssektor Dank Internet nicht gut aus) und den ungeregelten Arbeitszeiten von manchmal mehr als 50 Stunden möchte ich mich beruflich verändern. Erneute Ausbildung oder Studium kommt nicht in Frage.

      Aktuell lebe ich in Hessen komme aber ursprünglich aus Bayern (Garmisch-Partenkirchen).
      Alle meine Hobbies und Interessen passen perfekt auf die täglichen Aufgaben eines Gebirgjägers.
      Ob Bergsteigen, Klettern und Skifahren oder campen. Wanderungen über mehrer Tage, all dies mache ich meiner Freizeit liebend gerne.

      Meine persönlichen Ziele nach Abschluss der Grundausbildung und der Feldwebellehrgänge wären unter anderem die Bewerbung im Hochgebirgszug.
      Falls sich außerdem die Möglichkeit ergibt, meine Kameraden im Bereich Skifahren auszubilden wär dies ein weiterer Punkt.
      Ich selbst fahre Ski, seit ich laufen kann und habe früher schon Leute unterrichtet. Skifahren und Bergsteigen erfüllen mich mit großer Freude.

      Die Frage der Fragen. Kann ich als Feldwebel im Fachdienst (Personalfeldwebel, Stabsdienstfeldwebel...) überhaupt an Übungen und Spezialausbildungen wie dem Hochgebirgsjägerzug teilnehmen?

      Besteht die Chance, dass mich die Bundeswehr in der Truppenausbildung einsetzt und mich im Bereich weiter ausbildetet? Skilehrerschein oder ähnliches?

      (Falls aufgrund meiner Wünsche nur der Truppendienst in Frage kommt: Was ist wenn ich irgendwann sage ich bin nun 30 Jahr alt, habe Kinder und Familie und möchte eher etwas ruhigeres machen (mehr Zeit im Büro). Lässt sich das einrichten?)

      Danke an Alle, die sich die Zeit nehmen und sich meinem Anliegen annehmen.

      Viele Grüße

      A. Koch
    • Nein, du wirst i.d.R. auch nur so eingesetzt, wofür du ausgebildet bist und auch eingestellt wurdest. Das ist in zivilen firmen auch so. Der Programmierer wird nicht am Band eingesetzt, weil er sich das gut vorstellen könnte.

      Ein Wechsel in den Fachdienst ist nicht vorgesehen, wenn du älter wirst. Deswegen ist die Verpflichtungszeit auch nicht unendlich, sondern nur eine bestimmte Zeit (bspw. 12 Jahre). als Fw profitiert man u.a. davon, dass man i.d.R. auf seinem Dienstposten bleibt. Es heißt ja nicht, dass ein "Bürojob" auch in der gleichen Kaserne wäre. Könnte auch durchaus mehrere hundert Kilometer weg sein.

      Um es auf den Punkt zu bringen: Die Bundeswehr investiert in dich eine längere Ausbildung (das kann bei manchen techn. Berufen auch durchaus mal 6 Jahre sein). In der Zeit wirst du voll besoldet (kein Azubi-Gehalt). Weiterhin bist du während der Verpflichtungszeit nicht kündbar. Im Gegenzug wird die bindende Verpflichtung und die entsprechende Tätigkeit erwartet. Eine weitere Ausbildung wäre kosten- und zeitintensiv. In dieser Zeit wäre dein Dienstposten nicht besetzt. Das alles wäre gegenüber dem Steuerzahler nur schwer erklärbar. Deswegen gibt es auch Regelverpflichtungszeiten, die eine ausreichende Verwendung nach der Ausbildung sicherstellen.
    • Vielen Dank für die zügige Antwort!
      Zusammenfassend heißt das für mich:

      Wenn ich raus möchte und mit meinen Kameraden verschiedene Ausbildungen und Übungen wie Skifahren, Skitouren gehen, Klettern oder Lawinenbergungen erleben möchte, dann muss ich mich für den Truppendienst entscheiden. Das bedeutet gleichzeitig, dass meine zivile Ausbildung nicht anerkannt wird und ich als Soldat einsteige.

      Wenn ich weiterhin meinem Beruf nachgehen möchte und außer in der Grundausbildung nicht mehr viel draußen unterwegs sein möchte, dann sollte ich mich für den Fachdienst entscheiden. Außerdem werde ich dort sofort als Fw einsteigen.

      Wie lange dauert es, wenn ich die Laufbahn als Gebirgsjäger Fw einschlage und als Soldat beginne, bis ich den gleichen Rang erreiche? (also Fw)