Diverse Fragen oder Mythen?

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    • Diverse Fragen oder Mythen?

      Hallo,

      in letzter Zeit tauchen bei uns im Maatenlehrgang diverse Fragen auf die uns irgendwie keiner Beantworten will oder kann.

      1. Im Laufschritt verlegen, wer darf dies Befehlen?
      Soweit ich weis oder wie es uns gesagt wurde in anderen Einheiten, darf das nur jemand der Sportleiter ist?
      Gibt es dort eine Quelle?

      1. Stuben und Revierreinigen, klar es muss sauber und ordentlich sein
      das ist auch volkommen okay, aber uns wurde gesagt dass das Stuben und Revierreinigen so nicht mehr stattfinden darf, da das BWDLZ
      zuständig dafür ist. Wir machen nun alle 2 Wochen den ganzen Block blitzblank und machen dafür Überstunden, genauso der Aussenbereich,
      wir haben die Ganzen Kellerschächte sauber machen müssen.
      Ist das so legitim?

      3. Sport draussen, es kam das Gerücht auf das man nur Sport draussen machen darf/befehlen darf ab einer bestimmten aussen temperatur.
      Ist dem so?
      Grund: Cooperlauf (12min Dauerlauf) haben wir in der 2. Woche gemacht, bei Sturm, dannach war die halbe Inspektion krank.
      In 2 Wochen kommt das ganze wieder auf uns zu.
    • Leider kann ich die Fragen nicht abschließend beantworten.
      Zumindest sind die ersten beiden Befehle verbindlich. Es geht dir aber wohl eher darum, ob sie auch rechtmäßig sind.

      zur Frage 2: Die ZDv "Leben in der militärischen Gemeinschaft" sieht das Revierreinigen vor. Die Abgrenzung der Reinigungspflicht zwischen der Truppe und dem Bundeswehrdienstleistungszentrum istin der ZV A1-1800/0-6570 „Die Liegenschaften der Bundeswehr“, Kapitel 8 geregelt.

      Aber warum fragt ihr nicht den Spieß? Das ist ja dessen Zuständigkeitsbereich, der kann das sicher beantworten.

      Ich muss nun aber über die 3. Frage schmunzeln. Ich laufe jeden Tag eine Stunde und war seit Jahren nicht krank. Am Wetter kann das nicht liegen, eher an den Betreffenden oder/und deren Einstellung.
    • Man sollte sich vielleicht bewusst sein, wo man dort ist!
      Ich habe im mom auch meine GA und musste laufen bei Sturm und leichtem Regen.
      Aber mal ehrlich, bin ich bei den Pfadfindern oder beim Militär ? Im Gegensatz zu der AGA früher, ist das ganze heutzutage schon wesentlich angenehmer geworden. Obwohl sich die GA‘s von Manschaftern - und Uffz/Stuffz -FA/UA doch sehr unterscheiden.

      Bei uns sind auch einige krank geworden. Was meiner Meinung nach aber eher der Tatsache geschuldet ist, dass die Leute einfach auch garnichts mehr abkönnen. Leider wird das auch oft unter Beweis gestellt.
      Das ist eine eher persönliche Darstellung.
      Ob man jetzt Kellerschächte gesäubert hat und ob das Befehlsrechtlich in Ordnung ist.... nunja
      Am Ende des Tages war es ein Befehl. Dieser hat einen Dienstlichen Zweck, von einem Vorgesetzten mit dem Anrecht auf Gehoram.
      Somit sehe ich da kein Problem. Auch beim Laufschritt.
      Es wird sich keiner eine Zacke aus der Krone gebrochen haben....
    • Die Fragen nach der Rechtmäßigkeit sind trotzdem erlaubt, auch wenn ich deine Sichtweise uneingeschränkt teile.
      Was mir nur gegen den Strich geht ist, dass man die Vorgesetzten nicht direkt anspricht. Klar ist es leichter anonym zu recherchieren und dann erst aus der Sonne zu kommen. Man muss erst einmal die Traute haben, dieses von Angesicht zu Angesicht zu hinterfragen. Dazu gehört schon was.
      Offenheit und Vertrauen sind m.E. elementare Bestandteile des soldatischen Miteinander. Und da gehört es auch dazu wenn man Zweifel hat, diese gegenüber seinen Vorgesetzten zu äußern und nicht erst hintenrum. Die Innere Führung baut auf mitdenkende Soldaten, die Befehle hinterfragen.
    • Perser schrieb:

      Die Fragen nach der Rechtmäßigkeit sind trotzdem erlaubt, auch wenn ich deine Sichtweise uneingeschränkt teile.
      Was mir nur gegen den Strich geht ist, dass man die Vorgesetzten nicht direkt anspricht. Klar ist es leichter anonym zu recherchieren und dann erst aus der Sonne zu kommen. Man muss erst einmal die Traute haben, dieses von Angesicht zu Angesicht zu hinterfragen. Dazu gehört schon was.
      Offenheit und Vertrauen sind m.E. elementare Bestandteile des soldatischen Miteinander. Und da gehört es auch dazu wenn man Zweifel hat, diese gegenüber seinen Vorgesetzten zu äußern und nicht erst hintenrum. Die Innere Führung baut auf mitdenkende Soldaten, die Befehle hinterfragen.
      Kann ich zu 100% so unterschreiben.
    • So,
      das sind alles keine Antworten auf meine Fragen, zumindest großteils nicht.
      Ich bin wieder einsteller und war 16 Jahre draussen, mir sagen zu lassen das ich nichts abkann, da geht mir die huztschnurr hoch!
      Ich war Infantrist beim Objektschutz der Luftwaffe. ich war in Afghanistan im Einsatz.
      Ich habe sämtliche kacke mitgemacht... glaubt mir und ich habe SCHEISSE gefressen!!!
      Ich habe eine Gebirgsjäger ausbildung, Jagdkampf, Orts u. Häuserkampf, Nahkampf, ich habe Waffe geschossen die haben 70% der Soldaten nichteinmal gesehen!
      Also hört auf soeine Kacke zu erzählen das ich oder manch andere nichts abkönnen!
      Frage ganz oben gelesen? Dann bitte auch verstehen! Das sind Fragen die sind aufgekommen die ich gerne erfragen möchte.

      Nun zum Thema, man solle seinen Vorgesetzten doch fragen.

      Und wurde gesagt wenn uns was stört sollen wir sie ansprechen.... Okay

      Folgende Situation, wir haben einen Reservisten zu uns bekommen.
      Dieser war beim Sport dabei, es hiess sachen KÖNNEN in der Umkleide bleiben, also ich mich umgezogen schnell raus und draussen gewartet,
      er in dieser Zeit seine Aussage geändert, Klamotten/Rucksack, soll mit raus.
      Als wir fertig waren, fragt er mich wo mein Rucksack sei, in der Formation, ich sagte, oben.
      Ich begründete das damit das gesagt wurde ich KANN ihn oben lassen. Dannach hat er mich als Lügner dargestellt vor der Truppe.
      Also habe ich ihn als wir wieder zurück waren zu einem 4 Augen gespräch gebetn um die Situation zu reflektieren.
      Er ist bei seiner Meinung geblieben obwohl 21 Weitere soldaten diese Aussage bestäötigen können.
      Dazu sprach ich ihn auf seine Anzugsordnung an, das es nicht vorbildlich ist als Oberbootsmann, teils keine Namensbänder oder schräg zu tragen.
      Und im Unterricht mit dem Handy rumzuspielen würde auch kein guten Eindruck machen. Er läuft da rum wie ein Schluri.

      Ende vom Lied war anstatt das mit mir zu diskutieren oder drüber zu reden ist er zum ObstBtsm. gerannt hat sich ausgehäult wie denn ein Obermaat ihm sowas sagen kann.
      Und ich sass bei ihm im Büro und hab ärger bekommen wie ich mir denn sowas raus nehmen kann. Obwohl uns genau das alles immer eingetrichtert wurde und wir sowas ja auch bitte immer ansprechen sollten.

      Tja... soviel zum Thema
    • Aus meiner Sicht fehlt ein wenig Fingerspitzengefühl/Souveränität bei allen Beteilgten aber ich erkenne keine rechtswidrigen Befehle. Das Verhalten des Reservisten taugt - so wie geschildert - vielleicht nicht wirklich als leuchtendes Vorbild für einen Vorgesetzten aber...Sie haben schon so viel Erfahrung, da stehen Sie doch drüber. Der Reservist ist vermutlich noch unsicher in seiner Rolle.
      Lassen Sie sich davon nicht irritieren und verlieren Sie vor lauter Ärger nicht die Lehrgangsziele aus dem Fokus. Manchmal ist es auch einfach besser, sich mal nicht verbissen in kleineren Dingen zu verkämpfen und nicht das Große Ganze aus den Augen zu verlieren. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf dem Lehrgang.