Erfahrungsstufe nach Wiedereinstieg während der BFD Zeit

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    • Erfahrungsstufe nach Wiedereinstieg während der BFD Zeit

      Moin, ich hab von 08/2008 - 07/2017 eine Dienstzeit in der Laufbahn der Uffze o.P. absolviert.
      Im Juni 2017 habe ich dann noch die Erfahrungsstufe 5 erhalten und bin zum 01.08.2018 mit A7/5 in den BFD gegangen.

      Während meiner BFD Zeit habe ich mich doch entschieden wieder zum Bund zu gehen, habe meine Eignung als FA/BA erhalten und bin mittlerweile auch schon Bootsmann.
      Bis zum Sep. 2018 habe ich mein Gehalt A7/5 erhalten. Als Wiedereinsteller hab ich ab Okt. 2018 vorerst A7/1 bekommen, da ich noch als EÜ lief.
      Zum 01.02.2019 wurde ich dann wieder zum SAZ ernannt und hab jetzt im Juni endlich einen vorläufigen Bescheid bekommen, dass die Bearbeitung im BAPers länger dauert und
      ich auf Grund meiner Vordienstzeit von 9 Jahren erstmal in die Erfahrungsstufe 4 eingestuft werde.

      Im August habe ich nun eine Nachzahlung vom 10/2018 bis 07/2019 von der Differenz der Stufe 1 zu 4 bekommen.
      Darauf hin habe ich gerade mal da angerufen und nachgefragt ob meine Einstufung damit jetzt fest ist oder ob da noch was bearbeitet wird, da ich ja mit der 5 raus bin und dies wurde mir bejaht, also das die 4 jetzt fest ist
      (habe diesbezüglich, also zur Entgültigen Festsetzung kein Schreiben o.Ä. erhalten) und das ich dich froh sein kann das ich ne Nachzahlung bekommen hab... :huh:

      Jetzt ist aber meine Frage, wieso werde ich von der Stufe 5 auf die 4 runter gesetzt obwohl ich ja bis zum Monat vor meinem Wiedereinstieg noch mit A7/5 bezahlt wurde?
      Der Bearbeiter am Tel. klang auch sehr genervt und meinte ich soll mich an meinen Pers wenden, allerdings bin ich zZ auf Lehrgang und zudem ist der Pers meiner Stamm nicht wirklich so pralle was fragen angehen die Extra arbeit hervorrufen (mal nett umschrieben :whistling: )

      Ein Kamerad (auch PersFw, aber im BAAIN Bw) der zZ ebenfalls hier mit auf meinem Lehrgang ist meinte, dass ich eigentlich wieder meine 5 bekommen müsste.
      Dazu hab ich mich während meines BFD auch für den Dienst nützlich fortgebildet und Kameraden die nach langer Arbeitszeit im zivilen dann als Neulinge zur Bw gekommen sind, haben diese Arbeitszeit im zivilen auch angerechnet bekommen und haben teils die Stufe 5 direkt zuerkannt bekommen, ohne vorher je gedient zu haben.

      Kann mir da jemand sagen ob ich nun ein Anrecht darauf habe wieder die Stufe 5 zu bekommen?
      Hab ja hier im Board schon in älteren Beiträgen gelesen, dass dies teils willkürlich entschieden wurde je nach dem wer da grad dran gearbeitet hat...

      Mfg und danke schon mal
    • Bis der endgültige Bescheid der Stufenfestsetzung kommt, erstmal Ruhe bewahren. Denn -wie du richtig angemerkt hast- können da auch noch zivile Anteile hinzukommen. Als EÜ wirst du ja aufgrund deiner zivilen Kenntnisse höher besoldet eingestellt. Das ist anrechenbar.
      Die Vordienstzeit wird angerechnet, das kann aber in der Tat auch mal eine Stufe kleiner sein, wenn man in die alten Übergangsregelungen gefallen ist. Maßgeblich sind die Jahre und die legt man die §§ 27 und 28 des BBesG um.
      Maßgeblich ist der Zentralerlass A-1451-1, dort kannst du alles nachlesen, was wie angerechnet wird. Das beantwortet auch die von dir postulierte Willkür.
      Man darf auch nicht alles glauben, was man liest. Das BBesG lässt da keinen Ermessens- (Willkür)-Spielraum. Wieso man auch immer alles glaubt, was in den Sozialen Medien geschrieben wird, anstatt sich die Rechtgrundlagen zur Hand zu nehmen.
    • Hi Perser und danke erstmal für die Antwort.

      In die alten Regelungen falle ich nicht, ich wurde ja in meiner Vordienstzeit schon nach der neuen Reglung auf die Stufe 4 und zuletzt auf die 5 gesetzt.

      Meine EÜ Zeit ist ja nun au schon vorbei aber wie gesagt mir wurde vorhin am Telefon gesagt das meine Einstufung mit Erhalt der Nachzahlung festgesetzt ist/wurde (was zZ ja nur die 4 wäre).
      aber gut ich werde mir mal die A-1451-1 zu Gemüte führen und schauen ob ich da durch sehe. :D

      Mfg
    • Für dich entscheidend ist der abschließende Bescheid, wenn du da Unstimmigkeiten erkennen solltest, gibt den Rechtsweg aka Beschwerde.

      Und wenn ich deine 10 Jahre Vordienstzeit rechne, komme ich erst einmal auf Stufe 4:
      Also:
      Zitat: Das Grundgehalt steigt nach Erfahrungszeiten von zwei Jahren in der Stufe 1, von jeweils drei Jahren in den Stufen 2 bis 4 und von jeweils vier Jahren in den Stufen 5 bis 7.
      ab 2 Jahre Stufe 2,
      ab 5 Jahre Stufe 3,
      ab 8 Jahre Stufe 4,
      -> 10 Jahre Dienstzeit also Stufe 4
      ab 11 Jahre Stufe 5.
      Du bist ja nach der damals gültigen Einstufung jeweils gestuft worden.
      Und nun werden ggf. noch zivile Anteile hinzugerechnet.
    • Ja wie die neuen Regelungen sind weiß ich, aber ich wurde ja noch mit der alten Regelung eingestellt wie du ja schon geschrieben hast.
      Wenn ich mich recht entsinne wurde mir damals schon die Stufe 2 zugeteilt, aber da müsste ich zu Hause mal in meinem Ordner schauen ob ich da was finde.
      ich habe auch gar nicht mehr genau auf dem Schirm wie das damals geregelt wurde, glaube da ging es noch nach Alter oder so.
      2014 wurde ich jedenfalls in die Stufe 4 eingeteilt und 2017 (also kurz vor meinem Ausscheiden und Beginn des BFD Zeitraumes) in die 5, was ja nach neuen Regeln passt.

      Aber ich warte jetzt erstmal ab ob bzw. wann ich einen Bescheid bekomme, sollte ja irgend ein Schreiben kommen in dem meine Stufe festgesetzt wird.
      Bisher sehe ich es nur auf der Abrechnung das da oben jetzt seit der letzten anstelle des A7/1 nun ein A7/4 steht und das halt bis 10/2018 zurück gerechnet/nachgezahlt wurde.

      Das mit dem bewilligenden Schreiben wusste ich nicht, das war so die Antwort auf die ich gewartet hab.
      Damals hab ich meine Erhöhung der Erfahrungsstufe nur auf meinen Gehaltsabrechnungen gesehen.
    • So schwer ist das nicht:
      - die Vordienstzeiten (nicht die alte Stufe, so steht es im Gesetz) werden angerechnet. Also 10 Jahre (vergiss die Stufe 5)
      Nun gehst du in das zum Zeitpunkt der Einstellung gültige Gesetz (denn es begründet sich ja ein neues Dienstverhältnis) und rechnest diese 10 Jahre nach dem dann gültigen Gesetz hoch und du hast einen Teil der Einstufung. Das hatte ich ja für dich weiter oben bereits gemacht.
      Dann kommt noch hinzu:
      - bei EÜ: gewisse Zeiten der Ausbildung (u.a. von der Höhe der Ausbildung abhängig) und ggf. Zeiten, die du auf der entsprechenden Höhe gearbeitet hast, werden gem. dem Zentralerlass einbezogen. Hierzu finden sich die Einzelheiten was wie angerechnet wird, im Zentralerlass.

      Als Anhalt ist das ganz brauchbar. Und wenn der Bescheid kommt, kannst du das mit der ZDv vergleichen.
    • moin und ich klinke mich hier mal mit 2 fragen ein ;)

      wo finde ich im netz die A-1451-1? die hätte vieleicht meine nächste frage beantwortet...

      wenn man im öffentlichen dienst anfängt, dann wird ja die bundeswehrzeit angerechnet.
      aber: wie ist es anderes rum? wird meine zeit im öffentlichen dienst bei der bundeswehr mit angerechnet? also behalte ich meine jetzige erfahrungstufe? kann nirgends was dazu im netzt was finden...meist ist es ja anderesrum (BW>öffentlicher dienst)

      barko
    • Der Erlass ist über das IntranetBw abzurufen.

      Das BBesG ist hier maßgeblich und hier §28 (1) Nr. 1, Das heißt also: Sofern Zeiten einer hauptberuflichen Tätigkeit, die der angestrebten Verwendung im öffentlichen Dienst (also hier Soldat) gleichwertig ist, sind sie zwingend anzuerkennen – unabhängig davon, ob diese Tätigkeit innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes geleistet wurde.